Was uns wichtig ist

Die ersten Lebensjahre sind von entscheidender Bedeutung für unseren weiteren Lebensweg. Das Wissen darum spiegelt sich im veränderten Verständnis des Kindergartens wieder: weg von einer Verwahranstalt für die Kinder berufstätiger Eltern hin zu einem Ort, an dem das Kind seine Fähigkeiten ganzheitlich entfalten kann und in seiner Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Person unterstützt wird.

Wir fühlen uns keiner pädagogischen Theorie verpflichtet, sondern sind der Meinung, dass ein gutes Pädagogenteam mit Hilfe genauer Beobachtung, theoretischem Wissen, praktischem Können und einer großen Portion Liebe immer wieder neu eine Umgebung gestalten muss, in der sich die Kinder ohne pädagogische Gängelung entwickeln können. In diesem Sinne stehen wir der situationsorientierten Pädagogik nahe, in deren Mittelpunkt das Kind mit seinen Bedürfnissen und individuellen Fähigkeiten steht. Wir stellen den Kindern nicht nur Angebote (musikalisch, künstlerisch usw.) zur Verfügung, um ihre Fähigkeiten zu wecken und zu fördern; als selbständige verstandene Persönlichkeiten bringen unsere Kinder ebenso ihre eigenen Interessen, Themen, Freuden und Ängste mit, die in den Gesprächen untereinander und mit den Erziehern Teil des Kindergartenalltags werden. Die Anregungen der Kinder finden ihren Raum in den regelmäßig stattfindenden Projektwochen und in den freien Spielphasen.
Ganzheitlich bedeutet für uns: wir sind Teil einer Welt, die wir mit all unseren Sinnen begreifen müssen, um uns einmal für sie und unser Handeln in ihr verantworten zu können. Der Kindergarten ist für uns ein Ort des Lernens „mit Kopf, Herz und Hand“ (Pestalozzi), welches sich im Haus und in der Natur in Auseinandersetzung mit unserer Umwelt vollzieht. Den Blick öffnen hilft dabei Howard Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen.

Das Sprache für unseren Zugang zur Welt eine entscheidende Rolle spielen, stellt heute niemand mehr ernsthaft in Frage. Je mehr Sprachen wir beherrschen, desto umfassender wird unser Weltverständnis. Die frühe Kindheit ist ideal, um Fremdsprachen spielerisch zu lernen. Weltweit bewährt hat sich eine Sprachvermittlung, die sich am natürlichen Spracherwerb orientiert und unter dem Begriff Bilingualismus zusammengefasst werden kann. Unterstützt wird der Spracherwerb durch die Förderung der Musikalität, auf die wir großen Wert legen.

Unser Zusammensein im Kindergarten ist nichts Unveränderliches, sondern muss immer wieder neu entwickelt werden: Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft von Kindern, Eltern und Erziehern, gemeinsam zu arbeiten. Die enge Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern ist für uns selbstverständlicher Bestandteil unseres Konzeptes.